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                                                                          Die Note

Das wichtigste Symbol zur schriftlichen Aufzeichnung der Musik ist die Note. Ihre Platzierung lässt die Tonhöhe erkennen, die äußere Gestalt entspricht der Tondauer. Die Note besteht aus dem holen oder ausgefüllten Kopf und dem Hals, an dem ein oder mehrere Fähnchen angebracht sein können. Bei der Verbindung von mehreren gleichwertigen Noten werden die Fähnchen durch Balken ersetzt, die die Noten miteinander verbinden. Die Anzahl der Balken entspricht hierbei der Anzahl der Fähnchen.                                 



                                                                        
                                                                        Liniensystem

Die Noten werden in ein Zeilensystem mit 5 Linien eingeordnet, wobei man sowohl die Linien als auch die Zwischenräume nutzt. Zähle Linien und Zwischenräume stets von unten nach oben.  
                                                                                      
                                       


Mit Hilfslinien sind höhere und tiefere Töne zu notieren.



Weitere Hilfslinien können verwendet werden, jedoch wirt dadurch die Lesbarkeit erschwert.




[nach oben]                                                              Notenbild

Noten auf oder über der 3. Linie erhalten bei einstimmiger Notierung den Hals links vom Kopf nach unten angebracht. Noten unterhalb der 3. Linie sind rechts vom Kopf nach oben zu stielen.

                                                                    

Bei der Notation mehrerer Stimmen auf einem System werden Intervalle und Akkorde mit einem gemeinsamen Notenhals geschrieben, sofern die Stimmen den gleichen Rhythmus aufweisen. Die Richtung dieses Notenhalses richtet sich nach der Notenhalsrichtung der Note, die am weitesten von der Mittellinie entfernt ist. Die Länge des gemeinsamen Halses wird von der Note bestimmt, die zunächst am Hals steht. Bei gleichem Abstand von der Mittellinie weist der Hals immer nach unten.

                                             usw.          usw.



Fähnchen werden immer rechts an das Ende des Notenhalses angesetzt
.


In der Vokalmusik schreibt man Mehrere aufeinander folgende kleine Notenwerte mit Fähnchen, wobei jede Silbe ein eigenes, von den anderen getrenntes Notensymbol bekommt.  In der Instrumentalmusik schreibt man die Notensymbole, der besseren metrisch-rhythmischen Übersicht halber, mit Balken. Die Anzahl der Balken entspricht der Anzahl der Fähnchen.


Heute setzt sich mehr und mehr die Praxis der Instrumentalmusik, der besseren metrisch-rhythmischen Übersicht halber, auch bei der Vokalmusik durch.

Werden in einem System zwei Stimmen gleicher rhythmischer Struktur untergebracht werden, so entspricht die Darstellung dem oben Gesagten. Weicht die Rhythmik voneinander ab, dann werden die Stimmen getrennt, indem die Oberstimme nach oben und
die Unterstimme nach unten gestielt wird. 


Mitunter ergiebt sich aus der Stimmführung, daß die Zweistimmigkeit in die Einstimmigkeit (unisono) übergeht. Dann erhalten diese Noten jeweils einen Hals nach unten und nach oben. Wenn es sich um einen größeren Abschnitt, so notiert man wie bei Einstimmigkeit und vermerkt a'2 (a due). Weiterhin kann eine Stimmkreuzung auftreten, das heißt, die Oberstimme liegt kurzfristig unter der Unterstimme.




[nach oben]                                                         Stammtonreihe

Zur Angabe der absoluten Tonhöhe dienen die Notennamen. Sie entstammen dem Alphabet: a b c d e f g. Ab dem 16. Jahrhundert wurde b durch h ersetzt, da b der einzige veränderbare Ton war. In der erniedrigten Form wurde er rundlich (b rotundum) aufgeschrieben, in der nicht erniedrigten Form eckig (b–quadratum, ähnelt dem Buchstaben h). Die in unserem Musizierbereich gebräuchliche Stammtonreihe lautet seither c d e f g a h.

Präge dir die Lage der Stammtöne auf der Klaviatur ein.





 
[nach oben]                                                       Die Notenschlüssel

Der Violinschlüssel trägt auch die Bezeichnung G-Schlüssel, weil er die Linie der Note g' angibt. Er entstand aus dem Buchstaben G.


Lerne die Noten:



Der Bassschlüssel wird auch F-Schlüssel genant, er entstand aus dem Buchstabe F. Die Doppelpunkte umschließen die Linie der
Note  f.


Lerne die Noten:



Für bestimmte Instrumente (z.B. das Klavier) werden häufig zwei Notensysteme mit Violin- und Baßschlüssel zusammen notiert. Dabei stellt die Hilfslinie der Note c1 die zentrale Achse der beiden Systeme da. Um die Zusammengehörigkeit dieser Notensysteme anzuzeigen, werden sie mit der geschweiften Klammer, der sogenannten Akkoladenklammer (oder kurz Akkolade) verbunden. Hierbei werden die Taktstriche durch beide verbundene Systeme hindurchgeführt.



Neben dem Violin- und dem Bass- Schlüssel, welche am häufigsten verwendet werden, gibt es noch verschiedene C-Schlüssel, welche alle die Lage des c' markieren:





[nach oben]                                                        Die Oktavbereiche

Durch Aneinanderfügen der Stammtonreihe ergeben sich verschiedene Oktavbereiche. Präge dir Bezeichnung und Schreibweise genau ein.

  • fünfgestrichene Oktave nur  c'''''
  • viergestrichene Oktave ( c'''' - h'''')
  • dreigestrichene Oktave ( c''' - h''')
  • zweigestrichene Oktave ( c'' - h'')
  • eingestrichene Oktave ( c' - h')
  • kleine Oktave ( c - h )
  • große Oktave ( C - H )
  • Kontra Oktave (C1 – H1)
  • Subkontra Oktava nur A2  H2




[nach oben]                                                      Oktavierungszeichen 

Um der besseren Lesbarkeit halber viele Hilfslinien zu vermeiden oder um Noten aufschreiben zu können, die mehr als 5 Hilfslinien bräuchten, schreibt man das Oktavierungszeichen. Alle Noten, über denen das Oktavierungszeichen steht, sollen eine Oktave höher erklingen. Es zeigt das Zeichen 8va, gefolgt von einer punktierten oder gestrichelten Linie. Alle Noten, unter denen das Oktavierungszeichen steht, sollen eine Oktave tiefer erklingen. Auch eine doppelte Oktavierung kann gefordert werden, allerdings nur aufwärts. Hier ist die richtige Schreibweise 15ma.

                                                                                    





[nach oben]                                                                             Alteration

Jeder Stammton kann durch Versetzungszeichen (Akzidenzien) verändert, das heißt  „erhöht“  oder „erniedrigt“  werden.
Zum einfachen Versetzen benötigt man Kreuz und  Be , zum doppelten Versetzen Doppelkreuz  und Doppel-Be .

Das Kreuz vor der Note erhöht um einen Halbtonschritt. An den Notennamen wird die Silbe -is  angehängt.

 

Das Be vor der Note erniedrigt um einen Halbtonschritt. An den Notennamen wird die Silbe –es angehängt.

Beachte die unterstrichenen Ausnahmen!



Doppelkreuz und Doppel-B erhöhen, bzw. erniedrigen den Stammton vor dem sie stehen um zwei chromatische Halbtonschritte. Die Benennung erfolgt durch nochmaliges Anhängen der Silben -is bzw. -es.

Die Ausnahmen bei der Benennung sind unterstrichen.



Das Auflösungszeichen    macht die Alteration durch Versetzungszeichen rückgängig. Noten, vor denen ein Auflösungszeichen steht, sind immer Stammtöne, unabhängig davon ob der betreffende Stammton zuvor einfach oder doppelt alteriert war.

                                                                        

Stichregel:

Erst wenn die Bindung in die nächste Zeile übergeht, muss das Versetzungszeichen bei der ersten Note der neuen Zeile wieder geschrieben werden.

Akzidenzien werden auf dieselbe Höhe wie der Kopf der folgenden Note gesetzt, berühren ihn aber nicht.

Bei Hilfsliniennoten erhalten die Akzidenzien keine Hilfslinien.

Die Anordnung der Akzidenzien vor Akkorden erfolgt von der obersten Note abwärts. Dabei sollen sie so dicht wie möglich vor den ihnen zugeordneten Tönen stehen. Auf jeden Fall stehen die Akzidenzien bei Oktaven immer lotrecht untereinander.

Die Wirkung eines Versetzungszeichens wird durch ein anderes aufgehoben. Das gilt auch für doppelte Akzidenzien.


[nach oben]                                                           Enharmonik

Betrachten wir die schwarzen Tasten der Klaviatur, so fällt auf, dass jede 2 Namen hat. Man kann sie vom unteren oder oberen Stammton aus benennen.
Man nennt dies enharmonische Umdeutung. Wie aus der Tastatur ersichtlich, sind die Töne Ais und B, Cis und Des, Dis und Es, Fis und Ges, Gis und As dieselbe Taste, d.h.  sie klingen gleich, können aber verschieden geschrieben bzw. benannt werden.


Auch die weißen Tasten können mehrere Namen tragen.

                                                                  

Bei Instrumenten mit temperirter Stimmung, z.B. bei Tasten- und Bundinstrumenten, sind diese Namen unter bestimmten Voraussetzungen austauschbar. Wir sprechen von enharmonischer Verwechslung.

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