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                                                                          Allgemeines

Den Abstand zweier Töne voneinander bezeichnet man als Intervall. Es werden folgende Intervalle unterschieden:

                                    melodisches Intervall: die beiden Töne erklingen nacheinander (sukzessiv)


                                   harmonisches Intervall: beide Töne erklingen gleichzeitig (simultan)


Die Intervalle werden auf der Grundlage der Stammtonreihe mit lateinischen Ordnungszahlen benannt. Bezogen auf den Ton c':



Darüber hinaus:

     




 [nach oben]                                                             Grundformen der Intervalle 

Wir unterscheiden reine, große, kleine, verminderte und übermäßige Intervalle. Der Abstand wird fein mithilfe der Anzahl der Halbtöne zwischen den Intervalltönen bestimmt. Die Versetzungszeichen müssen jetzt berücksichtigt werden!




 

 [nach oben]                                                                 Komplementärintervalle

Versetzen wir einen Ton des Intervalls um eine Oktave (und zwar den tieferen Ton in die obere Oktave oder den höheren in die untere Oktave), so entsteht das Ergänzungs- oder Komplementärintervall, die Umkehrung.

 

Es ergänzen sich:

  • Prime und Oktave             1 + 8 = 9
  • Sekunde und Septime       2 + 7 = 9
  • Terz und Sexte                  3 + 6 = 9
  • Quarte und Quinte           4 + 5 = 9                                                                 
  • und umgekehrt                 K = 9 - G        

 

Bei reinen Intervallen bleibt auch die Umkehrung rein. In allen anderen Fällen verkehren sich die Größenverhältnisse ins Gegenteil: große werden zu kleinen, kleine werden zu großen Intervallen; verminderte zu übermäßigen, übermäßige zu verminderten Intervallen.

                                                                  

[nach oben]                                                                  Methodische Hinweise

Zur Erkennen der Intervalle im Notenbild: Die Platzierung der beiden Intervalltöne im Notensystem gewährt rasches Ablesen und Benennen des Intervallnamens.

 ungerade Intervallzahl (3, 5, 7, 9)

                

gerade Intervallzahl (2, 4, 6, 8)

               

Beachte zur genauen Bestimmung die Anordnung der Halb- und Ganztonschritte sowie eventuelle Versetzungszeichen!

                                                               

[nach oben]                                               Konsonanzen/Dissonanzen

Von großer Bedeutung für die Kompositions- und Satztechnik ist die Einteilung der Intervalle in Konsonanzen und Dissonanzen. Grundlage dafür bildet das Auftreten der Intervalle in der Partialtonreihe, das Verhältnis der Schwingungszahlen: 


Als konsonante Intervalle bezeichnet man reine Prime, Oktave, Quinte, Quarte, große und kleine Terz, große und kleine Sexte.

Zu den dissonanten Intervallen zählen die Sekunden und Septimen, übermäßigen und verminderten Intervalle.